Pazardjik ist in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gegründet, am linken Ufer des Flusses Mariza, neben der Stelle für Durchführung eines periodischen Marktes der im Umkreis wohnenden Bevölkerung. Die günstige geographische Lage der Siedlung (wichtige Kreuzung im Zentrum eines fruchtbaren Gebiets) trägt zu ihrer schnellen Entwicklung bei. Bis Anfang des 16. Jahrhunderts ist sie noch ein kleiner Siedlungsort, so am Ende des Jahrhunderts wird sie ein administratives Zentrum eines Distriktes und sie bleibt so eine bis zur Befreiung. Im 17. Jahrhundert setzt die Stadt ihre Ausbreitung und Bestätigung fort. Dort erblüht der Handel mit Eisen, Ledern, Reis und sie macht einen Eindruck den Reisenden mit den schönen Häusern und ihren sauberen Strassen. Im Jahr 1718 hat Jerard Kornelius Drisch Pazardjik besucht und er schreibt "die Gebäude hier stehen auf Konstruktion, Grösse und Schönheit bei weitem auf einem höheren Niveau als diese in Nisch, Sofia und allen anderen Stellen." Im 19. Jahrhundert ist Pazardjik schon ein grosses und wichtiges Gewerbes- und Handelszentrum, mit Bevölkerung von ungefähr 25 000 Einwohnern. In der Stadt, Hauswirt von zwei Grossmessen, jeden Dienstag und Mittwoch gab es einen grossen Markt. Eine Tatsache war auch eine handelnde Post mit einem Telegraphen.
    Im Jahr 1837 baut man die Kirche "Sw. Bogorodiza" auf, ein Denkmal mit nationaler Bedeutung, bekannt für seine Architektur und Holzschnitzerei. In der Mitte des Jahrhunderts bestätigt sich Pazardjik als wichtiger Kulturmittelpunkt. Im Jahr 1847 ist eine Klassenschule eröffnet, und in 1848 - eine Mädchenschule. Im Jahr 1868 ist in der Stadt eine Lesehalle gegründet, und in 1870 - eine Frauengesellschaft "Prosweta". Zu der Zeit des Befreidigungskriegs 1877-78, ist die Stadt von den abtretenden türkischen Heeren in Brand gesetzt. Sie ist am 2.(14).01.1878 von der Abteilung vom General Gurko befreit. Nach der Befreiung breitet sich die Stadt auch bis zum rechten Ufer des Flusses Mariza aus. Am Ende des 19. Jahrhunderts sind dort eine Kaserne und eine Landwirtschaftsschule aufgebaut, und vom Anfang des 20. Jahrhunderts beginnt man Fabriken, Lager, Häuser zu bauen und so formiert das Industrieviertel der Stadt. Von 1959 bis 1987 ist Pazardjik ein Bezirkszentrum. Mit der letzten administrativen Verteilung des Landes von 1999 ist Pazardjik ein Zentrum eines Gebiets. Die Bevölkerung von Pazardjik um 1992 ist circa 85 000 Einwohner.

    Museen und Galerien

museum     Das Historische Museum in Pazardjik verschliesst mit seinen über 33 000 Exponaten eine reiche historische Vergangenheit der Gegend von Pazardjik aus altertümlichen Zeiten bis zu unseren Tagen. Das Expose befindet sich in drei Sälen. Das Ethnographische Expose des Historischen Museums befindet sich im grössten Gebäude in der Stadt aus der Epoche der bulgarischen Renaissance. Es ist im Stil des Plowdiw Renaissance Barockhauses im Jahr 1850 von brazigowischen Meistern aufgebaut. Der Besitzer des Hauses Nikola Christowitsch war ein reicher Händler. Das Expose macht den Besucher mit der reichen traditionellen materiellen und geistigen Kultur der Bevölkerung in der Gegend von Pazardjik bekannt.
House-museum 'Konstantin Velichkov'

    Das Museumshaus " Konstantin Welitschkow"

    Das memoriale Expose im Heimatshaus von Konstantin Welitschkow ist in 1967 eröffnet und einigermals restauriert. Durch Fotos, Dokumente und originelle Ausgaben ist die reiche gesellschaftlich-politische und kulturelle Aktivität der ansehnlichsten Persönlichkeit, die Pazardjik der bulgarischen Renaissance gibt- den Schriftsteller, den Übersetzer, den Maler, den Teilnehmer an der Vorbereitung des Aprilaufstandes 1867, den Minister der völkernen Aufklärung K. Welitschkow, verfolgt.

    Die Kunstgalerie "Stanislaw Dospewski"

    Sie ist im Jahr 1966 geschaffen. Sie ist vor allem in der Vorstellung lokaler Autoren spezialisiert, zwischen denen die Klassiker St. Dospewski, K. Welitschkow, Georgi Maschew, Georgi Gerassimow, Elena Konsulowa- Wazowa u. a. sind. Sie besitzt eine unikale Sammlung von Porträts und Autoporträts, wie auch die grössten Sammlungen von Werken von G. Gerassimow, Stojan Wassilew, Welitschko Minekow und Zlatka Dabowa.
House-museum 'Stanislav Dospevski'

    Das Museumshaus "St. Dospewski"

    Gebeugt über dem Kanal Pascha ark, umsieht sich das Haus von St. Dospewski in seinen träge fliessenden Gewässern, als ob es sich in seiner Würde überzeugen will. Unsere Schritte schallen in der von Erinnerungen schwerfälligen Ruhe des umfangreichen steinernen Hofs. Uns trifft die Anschrift auf dem Giebel der Fassadenwand:"Besitz von St. Dospewski Samokowiza 1864".
Cathedral 'The Virgin Mary'
    Hier aufbewahrt man auch die Porträts von Dospewski und seinen Verwandten - ein scharfer Beweis, dass ihr Autor nicht nur ein der Schöpfer des weltlichen Porträts in Bulgarien ist, sondern auch ein der grössten Meister ist.

    Die Kathedralkirche "Sw. Bogorodiza"

    Die Kathedralkirche "Sw. Bogorodiza" ist ein Denkmal mit nationaler kultureller Bedeutung. Sie ist bekannt für ihre Architektur und die feine Holzschnitzerei der Altarwand. Sie ist im Jahr 1937 aufgebaut.

    Wichtige Ereignisse in der Stadt

    Das Fest der Stadt - man führt es alljährig am Anfang des Monats Juni durch. Es ist mit einem reichen kulturellen Unterhaltungsprogramm begleitet.
Theatre     Wintermusikabende - ein Festival mit mehr als zwanzigjähriger Tradition für symphonische Musik, gegründet von und gegenwärtig tragend den Namen von Professor Iwan Spasow- einem Dirigenten, Komponisten und aktiven Teilnehmer am öffentlichen Leben. Es ist jedes Jahr am Ende des Monats Januari durchgeführt.