Authentische Museumshäuser in Trjavna

Trjavna Schule
Die Trjavna-Schule wurde zwischen 1836 und 1839 gegründet und rangiert unter den ersten nichtchristlichen Schulen Bulgariens. Im Laufe von 8 Jahren, ungeachtet einiger Pausen, ließ sich P.R. Slaveikov, ein einflußreicher Schreiber, dort als Lehrer nieder. Trjavna Schule In der Schule selbst entstand eine der ersten bekannten Bibliotheken Bulgariens (1847), sowie ein örtliches Gemeindezentrum namens "Troudolyubie"(1871), was übersetzt "der Fleiß", "der Eifer" bedeutet.

Das renovierte Schulgebäude enthält einige interessante Museumssammlungen,

Von Zeit zu Zeit werden Ausstellungen auch in der Schule gezeigt.


Raikov-Museumshaus

Das Raikov-Museum ist ein typisches Beispiel der Spätrenaissancearchitektur in Trjavna. Das geräumige, zweistöckige Haus, das 1846 vom Baumeister Dimiter Sergejev errichtet wurde, ist ein Symbol des Geistes und Selbstvertrauens des Mannes der Renaissancezeit. Besonders das Haus des Wissenschaftlers Pencho N. Raikov, dem "Vater der bulgarischen Chemie", stellt das häusliche Leben des späten 19. Jahrhunderts dar.




P.-R.-Slaveikov-Straße


Die Petko-N.-Slaveikov-Straße (in der Nachbarschaft der Oberstadt) ist möglicherweise die besterhaltene Renaissancestraße Bulgariens.



Daskalovhaus - Toreingang
Das einzigartige Daschalovhaus mit den "Zimmerdecken der nie versinkenden Sonne" liegt dort. Erbaut 1804 bis 1808 vom Baumeister Dimiter Oschanetsa und seinem Assistenen Ivan Bochouhovetsa typisiert es einen frühen Renaissancebau Trjavnas. Daskovshaus - innen 1808 wetteiferten beide Männer um die "Meisterschaft der Zimmerdecken" und sie brauchten 6 Monate, um sie zu schnitzen. Auch heute erinnern die Sonnenmotive an das unerreicht hohe Ansehen des Holzschnitzhandwerks. Das Haus enthält das einzige Museum der Holzschnitzerei des Landes. Man findet dort Holzskulpturen der Zaren und Kahne sowie Bodenreliefs herausragender Figuren der Renaissancezeit. Alle Werke sind Handarbeiten des berühmten Holzschnitzers Gencho Marangosa.

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Slaveikov-Museumshaus Das Slaveikov-Museum findet man in der selben Straße. Ungeachtet einiger kurzer Unterbrechungen lebte dort von 1835 bis 1876 Petko R. Slaveikov, ein angesehener Poet und bekannte Persönlichkeit der Renissance. Das Haus war der Geburtsort seiner 9 Kinder, unter denen der spätere erstklassige Pencho Slaveikov war. Schriftstücke und Ausstellungen über das damalige Alltagsleben sind im Museum zu sehen.


 Kalinchevhaus AEin weiteres Meisterwerk der Renaissancearchitektur ist das 1830 vom Baumeister Dimiter Sergejuv errichtete Kalinchevhaus. Eine Sammlung der von Totju Gubenski gestifteten Bilder befindet sich dort. Die Sammlung besteht aus Werken 80 bulgarischer Künstler von der Jahrhundertwende bis zur heutign Zeit. Die späteste Stiftung kam von Donka und Georgi Gubinski. Zwei weitere Ausstellungen, gestiftet von einheimischen Künstlern, werden in zwei seperaten Gebäuden gezeigt: Ivan Kolevs Sammlung von Bildern und Skulpturen, die die verschiedenen künstlerischen Talente des Malers und Bildhauers betonen und Ivan Popdimitovs Sammlung, Zeichnungen, Skizzen und Portraits vom Anfang des Jahrhunderts.


Museum der Ikonenmalerei und Holzschnitzerei Am malerischen Stadtrand, nahe des Kindererholungsheimes das nach Zar Boris III. benannt ist, liegt das Ikonenmalerei- und Holzschnitzerei-Museum. Es befindet sich in der zwischen 1943 und 1944 errichteten Zarenkapelle und wurde von Zarin Johanna gestiftet. Das Museum bewahrt den Schatz der einzigen repräsentativen Sammlung der Ikonen Trjavnas vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Mehr als 160 Original-Ikonen verkörpern die schöpferische Vielfalt der sechs namenhaften Ikonenmalerfamilien. Die ausgestellten Kunstwerke gehören zur reizvollsten künstlerischen Auswahl der Schule. Zusammen mit den Ikonen werden authentische Ikonenmalerwerkzeuge, Skizzen und Vorlagen ausgestellt.


Museumshaus Angel Kynchev Teil der Renaissance ist auch Angel Kunchevs Geburtshaus, welches 1805 erbaut wurde und ebenfalls zum Museum wurde. Schriftstücke und sein häuslicher Alltag ergänzen die Geschichte des Lebens und der bahnbrechenden Arbeit des Angel Kunchev. Ebenso dokumentiert ist der Kampf der Stadtbewohner gegen die Fesseln der Unterwerfung durch die Türken und die Teilnahme der Stadt am russisch-türkischen Krieg für die Freiheit (1877 bis 1878).

In der Nähe befindet sich Priester Angels Haus - das älteste architektonische Denkmal in Trjavna, das bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Bei einem seiner vielen Besuche in Trjavna hielt sich dort der Apostel Vasi Lewski auf.

Auf dem Weg zum Bahnhof, die Angel-Kunchev-Straße entlang, erhebt sich die St. Georgi Kirche. Ihre Konstruktion wurde zwischen 1848 und 1852 von Baumeister Dimiter Sergejev entworfen und ihr Bau von ihm beaufsichtigt. Die Ikonen wurden in Handarbeit von Nikola Dragostinov, Dimiter Doikovcheto und anderen erfahrenen Holzschnitzern angefertigt und von Dosiu Kojur und Tsonju Simjonov bemalt.

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