In der Stadt Warna (der altertümliche Odessos) befindet sich eins der grössten und am besten aufbewahrten Denkmäler der römischen Architektur bei uns. Das sind die weltbekannten
Römischen Thermen(warme Bäder), die grössten, gefunden bis jetzt in Bulgarien und auf dem dritten Platz mit ihrer Grösse in Europa. Sie befinden sich in der Nähe zum Zentrum der altertümlichen Stadt und umfassen eine Fläche von 7000 kw.m und eine aufbewahrte Höhe bis zu 18 kw.m. Der grössere Teil von ihnen ist zwischen 1959 und 1970 ausgegraben und exponiert. Die Thermen sind zu der Zeit der Imperatoren von der Dynastie der Severen um Ende des zweiten Jahrhunderts aufgebaut und sind bei einem Erdbeben um Ende des dritten Jahrhunderts zerstört.

Sie haben einen sehr symmetrischen Plan. Von überall her, ausser von dem Süden waren sie mit Kettengeschäften umkreist. Vom Norden hatten sie zwei Zentraleingänge, wohin man in kleine Vestibüle ging. Von dorthin gab es Eintritt zum grössten Saal, der für Sport, Handelstreffen und Freundstreffen bevor und nach dem Baden benutzt ist, und wahrscheinlich auch für grössere Stadtversammlungen. Andere Eingänge führten von den Dielen bis zu den beiden
Entkleidungszimmern, und von dorthin zu den Badeanstalten mit kaltem und mit warmem und heissem Wasser.
Die Heizung ist unter den Boden der warmen Badeanstalten vorbeigegangen- sogenanntes "hipokaust" und zwischen den Wänden und ihrer Marmorverkleidung. Die Thermen waren reichhaltig mit Marmorkapitelln, Säulen und Leisten geschmückt, und die Fenster- mit Rahmen in der Gestalt von Bildhauern von Hermes, Nike, Herakal und anderen. Wahrscheinlich gab es darin oder unmittelbar zu ihnen ein Heilige der kerngesunden Gottheiten-Asklepii und Higia und Herakal, und neben dem Gebäude waren memoriale Anschriften und Standbilder verdienter Bürger aus Odessos aufgehoben.






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